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Werner Dück

Geboren in München /Deutschland.  

Humanistisches Abitur

   

Beruf: Komiker

geschieden, eine Tochter (meine beste Produktion!)

Konfessionslos

Seit 15 Jahren arbeite ich als Komiker auf Kleinkunstbühnen und Veranstaltungen, Events etc. Dort hauptsächlich im Animationsbereich, d.h. als falscher Kellner, verrückter Empfangschef, falscher Gast oder schrilles Pärchen mitten im Publikum, sozusagen Aug in Aug mit dem Gast. Auch auf der Bühne arbeite ich viel mit Zuschauern.

Das ist Psychologie pur: jeder Mensch reagiert auf mich anders. Mit jedem agiere ich anders. D.h. binnen Sekundenbruchteilen muß ich Menschen einschätzen können, ihre Grenzen und gleichzeitig Fähigkeiten erkennen können.

Das brachte mich oft auf die Frage nach dem Warum. Warum sind Menschen so, wie sie sind und vor allem, warum sind sie so unterschiedlich und gleichen sich letztlich doch wieder. Warum sind die einen so locker und die anderen so total in sich gefangen?

Wer sind wir und warum? Vor allem in bezug auf mich selbst stellte ich mir oft diese Fragen. Eine Therapie zeigte mir zwar auf, wo meine Grenzen liegen und woher sie kommen, aber sie konnte mir nicht helfen, sie zu überwinden, (ich machte immer wieder die gleichen "Fehler", wußte dann aber zumindest warum).

Ein Kurs in Mental-Training war schließlich mein Schlüssel in die "neue" Welt des Denkens, die Buddha, Jesus oder andere große Denker schon vor Jahren kannten und vermittelten.

All dies geschah parallel, während ich an meinem Buch schrieb. Nebenbei im November 1998 begann ich, eine spirituell-philosophische Sendung in einem Münchener Lokalradio zu moderieren. Nach nur acht Sendungen erhielt ich auch schon ein Moderationsverbot. Zum Thema "Gibt es ein Schlecht?" führte ich das Phänomen Hitler an und behandelte es nicht im üblichen Tonus "Hitler das Monster", sondern ich versuchte emotionslos darzulegen, welche Botschaft das Phänomen Hitler für die Menschheit beinhaltete. Ich übte mich nicht gebührlich in Betroffenheit. Schande über mich!

Die Erfahrungen davon flossen in mein letztes Kapitel ein. Die Wellen der Empörung schlugen extrem hoch im Münchner Mediendschungel. Es wurde heftigst intern Politik damit betrieben. An diversen Stühlen wurde und wird nach wie vor gewaltig gerüttelt. Für mich war dabei erstaunlich, wie viel einfache Worte auch heute noch bewirken können.

Zu dem Buch kam ich wie die Jungfrau zum Kind. Angefangen hat es als witzige Idee für einen netten heiteren Weihnachtsfilm. Hätte ich anfangs gewußt, worauf ich mich da einlasse... Ich hätte es trotzdem gemacht.

Seinem Schicksal kann man ja nicht entgehen, oder etwa doch? Die ausführliche Abhandlung zu dem Thema steht im Buch.

Ich muß abschließend feststellen, die Arbeit an dem Buch hat mein Leben stark und nachhaltig verändert. Ich gehe zwar noch nicht unbedingt viel glücklicher durchs Leben aber zumindest klarer, bewußter und mit viel weniger Angst im Nacken.

Vertrauen ist der Anfang von allem. Das in allen Bereichen des Lebens umzusetzen, ist ein langer und harter Weg.